- Die Nutzung fossiler Brennstoffe, Abholzung von Wäldern und andere menschliche Aktivitäten führen zur Freisetzung großer Mengen Treibhausgase. Die CO2-Konzentration in der Luft ist seit vorindustrieller Zeit von 280 ppm (0,028 Prozent, ppm heißt „parts per million“) auf über 380 ppm gestiegen, seit wahrscheinlich mehr als 800.000 Jahren der höchste Wert. Dies führt zu einem extremen Treibhauseffekt, welcher die Erde aufheizt: seit 1900 bereits um etwa 0,8 C°.
Waldbrand, Foto: Brett Nutter
- Ohne konsequenten Klimaschutz wird sich das Erdklima bis zum Jahr 2100 um fünf C° erwärmen. Erdgeschichtlich betrachtet macht dies ungefähr den Unterschied zwischen Eis- und Warmzeiten aus. Wir steuern also auf eine Heißzeit zu!
- Die Erwärmung führt zum Abschmelzen der Gletscher und der Eisschilde auf Grönland und der Arktis, was einen Anstieg des Meeresspiegels zur Folge hat. Dieser ist im letzten Jahrhundert um ca. 20 Zentimeter angestiegen, für dieses Jahrhundert werden 50 bis 150 Zentimeter Anstieg vorhergesagt.
- Bereits heute sind steigende Schwankungen von Niederschlägen, eine Zunahme der Intensität von Extremwetterereignissen wie Dürren, Stürmen und Überschwemmungen und allgemein größere Schwankungen in den Wettermustern als direkte Folgen des Klimawandels zu beobachten.
Häufigere Dürren in wasserarmen Regionen
- Der vom Menschen gemachte Treibhauseffekt kann das Klimasystem über eine kritische Grenze hinaus belasten, sodass wichtige Prozesse „kippen“ und sich das gesamte klimatische Gefüge verändert. Das Klima ganzer Kontinente und Meeresbecken würde sich verändern. So ist z.B. ein sich selbst verstärkender „natürlicher“ Treibhauseffekt denkbar, sollte das Klimasystem aufgrund der Erwärmung selbstständig Treibhausgase freisetzen. Bspw. führt das Auftauen des sibirischen Permafrostbodens schon jetzt zur Freisetzung des dort gespeicherten Methans, das ein hochwirksames Klimagas ist.
- Ziel des internationalen Klimaschutzes ist es, die Erderwärmung auf zwei C° zu begrenzen, da sich dann die gefährlichsten Folgen des Klimawandels abwenden ließen. Dafür muss der weltweite Treibhausgasausstoß bis 2050 auf 50-80% des Niveaus von 1990 gesenkt werden. So würde die Konzentration von CO2 unter 450 ppm bleiben, welches eine Voraussetzung zur Abwendung des „Kippens“ des Klimasystems ist.
















